Schlagwort: Erfahrungen

  • KD- Rheinschiffahrt – Sommer 2018

    KD- Rheinschiffahrt – Sommer 2018

    🚢 Zwischen Rheinblick und Küchenstress – bei der KD

    Ein Sommer zwischen zwei Welten

    Nach meinen ersten beiden Wintersaisons in Österreich wollte ich bewusst etwas anderes sehen.

    Ein neuer Ort.
    Neue Menschen.
    Eine andere Art zu arbeiten.

    Es war Sommer 2018 und ich war voller Energie.
    Ich hatte wieder Lust, etwas zu erleben.

    Aber das kam nicht einfach so.

    Schon während der Wintersaison habe ich angefangen, mir Gedanken zu machen:

    👉 Was mache ich im Sommer?
    👉 Wo will ich als Nächstes hin?

    Mir war klar: Ich will nicht einfach irgendwas machen.

    Ich wollte bewusst etwas anderes.
    Etwas Ausgefallenes.

    Und relativ schnell stand für mich fest:

    👉 Ich will am liebsten auf einem Schiff arbeiten.

    Also habe ich mich schon im Winter umgeschaut, recherchiert und gezielt nach Möglichkeiten gesucht.

    Dabei bin ich auf die KD gestoßen.

    Und genau das war es, was ich gesucht habe.

    Also habe ich mich beworben – mit dem klaren Ziel, diesen Sommer nicht einfach nur zu arbeiten, sondern wieder eine neue Erfahrung zu machen 😊


    Der Alltag an Bord

    Ich arbeitete in der Gastronomie auf einem Schaufelradschiff.

    Meine Hauptaufgabe: Abwasch.

    Und ja – das hat mir tatsächlich Spaß gemacht.

    Zu meinen Aufgaben gehörten:

    • Spülen von Geschirr und Kochutensilien
    • Besteck polieren und wegräumen
    • Waren annehmen und einlagern
    • Reinigung des Arbeitsbereichs nach Vorschrift
    • Allgemeine Unterstützung in der Küche

    Ein typischer Tag begann früh.

    08:00 Uhr – Dienstbeginn
    Waren annehmen. Tragen. Einlagern.

    09:00 Uhr – Abfahrt
    Die ersten Gäste sind an Bord. Dann ging es los.

    20:00 Uhr – Dienstende

    Ich war unten in der Spülküche.
    Und dort lief es im Prinzip so:

    👉 Spülen. Sortieren. Alles wieder wegräumen. Weiter & wieder von vorne.

    Je nach Tag war es unterschiedlich.

    • mal ruhig
    • mal voll
    • mal komplett am Limit

    Das Schiff fasste 250–300 Gäste.

    Und das hat man gemerkt.


    Arbeiten auf dem Rhein

    Was diese Zeit besonders gemacht hat, war die Umgebung.

    • Der Rhein.
    • Die Landschaft.
    • Die Bewegung des Schiffes.

    Wenn es ruhiger war, bin ich kurz an Deck gegangen.

    Einfach raus. Durchatmen.

    Und in diesen Momenten dachte ich mir oft:

    👉 „Krass… du arbeitest gerade hier.“

    Es war ein komplett anderes Gefühl als in den Bergen –
    aber genauso besonders, nur anders.


    Die guten Seiten an Board

    Das Team war stark.

    International. Unterschiedlich. Aber funktionierend.

    • Tunesien
    • Philippinen
    • Russland
    • Polen
    • Italien
    • Deutschland

    Eine Mischung, die Spitzenklasse funktioniert hat.

    Alle haben angepackt.
    Keiner konnte sich rausziehen.

    👉 Es lief nur, wenn alle mitgezogen haben.

    Ich habe mich wohlgefühlt. Und ich hatte genau das, was ich gesucht habe:

    👉 Abwechslung und eine neue Erfahrung


    Wenn es richtig losgeht

    Und dann gab es die andere Seite.

    Die Tage, an denen das Schiff voll war.

    Und dann bedeutete das:

    • mehr Gäste
    • mehr Geschirr
    • mehr Tempo
    • mehr Druck

    Und irgendwann:

    👉 kein Durchatmen mehr, ich war am Limit


    Das Partyschiff – eine andere Liga

    Zum Ende der Saison wechselte ich auf ein Partyschiff in Köln (Rheinenergie).Der Grund war, weil das das Schaufelradschiff seinen Dienst auf Grund des niedrigem Wasserpegels auf dem Rhein (es war ein sehr heißer Sommer) und dem Tiefgang des Schiffes nicht passierbar war.

    Und dort war es nochmal eine ganz andere Hausnummer an Board zu arbeiten und seinen Dienst zu verrichten.

    Nicht einfach nur mehr Arbeit.

    👉 Es war brutal 🤯

    • extrem viele Gäste
    • extrem viel Geschirr
    • extrem wenig Zeit

    Alles musste schnell gehen.

    👉 Essen raus. Teller, Gläser zurück. Spülen. Weiter.

    Und das in Dauerschleife.

    Dazu kamen:

    • lange Arbeitszeiten
    • Nächte statt Feierabend
    • Dauerbelastung und wenig Freizeit

    Teilweise war es:

    👉 chaotisch
    👉 laut
    👉 intensiv

    Das war körperlich und mental nochmal eine ganz andere Herausforderung, das nicht unbedingt nach meinem Geschmack war. Es hat mir noch so gut gefallen.


    Was ich gelernt habe

    Ich habe in dieser Zeit gelernt, auch unter Druck zu funktionieren. Nicht lange nachdenken.

    👉 Einfach machen.

    Ich habe gemerkt, wie wichtig Teamarbeit ist. Denn:

    👉 Alleine geht man unter.

    Und ich habe verstanden: Es geht nicht immer darum, was du machst.

    👉 Sondern das du es einfach machst 👨‍🎓


    Mein Fazit

    Würde ich diese Erfahrung nochmal machen?

    👉 Nein, nicht unbedingt, zumindest nicht auf dem Partyschiff in Köln !

    Dieser Sommer war für mich eine wichtige Erfahrung.

    Eine andere Welt als in den Berge von Tirol.

    • mehr Menschen
    • mehr Tempo
    • mehr Realität

    Es war anstrengend.

    Aber genau das hat es wertvoll gemacht.


    💬 Meine wichtigste Erkenntnis

    Man wächst oft genau in den Momenten, in denen es stressig, laut und chaotisch wird, dafür wird man mit der Erfahrung und der Umgebung in der man arbeitet belohnt.